Der ETN e.V. ist eine in ganz Europa aktive gemeinnützige Tier- und Naturschutzorganisation

Verhindert das Artensterben! - Petition an die Bundesumweltministerin

LuchsMit großer Besorgnis hat der ETN e.V. den Report zum aktuellen Stand des Artenschutzes zur Kenntnis genommen: Von allen in Deutschland vorkommenden Arten sind ein Drittel gefährdet, ein nicht geringer Teil ist bereits ausgestorben. Das ist ein dramatisches Fazit des Bundesamtes für Naturschutz. Das Ziel, den Verlust der biologischen Vielfalt in Deutschland aufzuhalten, wurde bisher verfehlt.

Der ETN ist alarmiert und fordert die Bundesregierung auf, den Artenschutz-Report ernst zu nehmen. Bestehende Projekte müssen erhalten und ausgebaut werden, weitere weitreichende Maßnahmen sind dringend notwendig. In einer Petition fordern wir daher die Umweltministerin auf, diesen Weckruf zu hören und den Empfehlungen des Reports zu folgen. Artenschutz ist Schutz des Lebens!

Helfen auch Sie und unterschreiben Sie unsere Petition an Ministerin Hendricks!

https://www.change.org/p/umweltministerin-hendricks-retten-sie-die-biologische-vielfalt-artensterben-jetzt-stoppen

 

Den vollständigen Text der Petition zum Artenschutz-Report lesen Sie hier:

 

Bundesumweltministerin Dr. Hednricks: Retten Sie die biologische Vielfalt - Artensterben jetzt stoppen!

MoosDas Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat am 20.05.2015 seinen ersten Artenschutz-Report vorgelegt - und kommt zu alarmierenden Ergebnissen:

  • ein Drittel aller in Deutschland vorkommenden Tier-, Pflanzen- und Pilzarten sind in ihrem Bestand gefährdet
  • 4 % sind bereits ausgestorben
  • bisherige Anstrengungen zur Rettung der Artenvielfalt zeigen Erfolge, reichen aber nicht annähernd aus
  • zu den zentralen Ursachen für das Artensterben zählt die industrielle Landwirtschaft

Frau Umweltministerin Dr. Hendricks, wir fordern Sie auf, die alarmierenden Ergebnisse des Artenschutz-Reports ernst zu nehmen und sich für eine bundesweite Umsetzung der empfohlenen Maßnahmen vehement einzusetzen! Mit ihrer Unterschrift vermitteln Ihnen die Unterzeichner den hohen Stellenwert, den wir alle dem Artenschutz in Deutschland beimessen. Setzen Sie sich dafür ein, das Artensterben zu verhindern und unsere natürlichen Lebensräume für künftige Generationen von Menschen und Tieren zu retten!

Der Report

In Deutschland leben rund 48.000 Arten. Davon wurden in der Roten Liste 32.000 Tiere, Pflanzen und Pilze untersucht. 31% dieser Arten gelten demnach als gefährdet, 4% sind bereits ausgestorben. Der Trend geht weiter nach unten. Umfassende und weitreichende Naturschutzmaßnahmen sind unabdingbar für den Erhalt der heimischen Flora und Fauna, des natürlichen Lebensraums und Gleichgewichts.

Der Erfolg von langfristigen, gezielten und rigorosen Schutzmaßnahmen ist deutlich sichtbar. Beispielsweise führten strenge Regelungen dazu, dass Wölfe, Wildkatzen und Biber sich in ihren Beständen langsam erholen können. Dies kann nur ermutigen, solche Anstrengungen weiter auszuführen und auszuweiten.

Der Schutz von Lebensräumen ist dabei die Grundlage allen Artenschutzes. Die industriell aufgestellte Landwirtschaft ist mit Abstand der größte Verursacher des Artensterbens in Deutschland. Durch intensive Nutzung von Flächen als Ackerland, Monokulturen, den Einsatz von Pestiziden usw. werden Lebensräume diverser Arten eingeschränkt oder zerstört. Auch Forstwirtschaft, Wasserbau und Freizeitaktivitäten zählen zu wichtigen Faktoren, die den Artenschutz gefährden – insgesamt ist also die intensive Nutzung der Landschaft ein Problem. Hier müssen dringend Regelungen getroffen und Maßnahmen ergriffen sowie nachhaltig gefördert werden!

Der Report des Bundesamtes für Naturschutz schlägt folgenden 8 Punkte Plan* zum Artenschutz vor:

    UHU
  1. Bestehende Artenschutzprogramme sind auszubauen und zu ergänzen, um gezielt die (…) in ihrem Bestand besonders gefährdeten Arten (…) zu schützen und zu erhalten.
  2. Das bestehende Schutzgebietssystem ist auf Lücken zu überprüfen und weiterzuentwickeln, denn ein repräsentatives und gut vernetztes System von Schutzgebieten ist wesentlich, um in der intensiv genutzten Kulturlandschaft hinreichend Rückzugsmöglichkeiten (…) zu bieten. Wichtig ist zudem ein effektives Management, damit Schutzgebiete ihre Wirksamkeit entfalten können. (…)
  3. Effektiver Artenschutz profitiert am besten vom Schutz der betreffenden Lebensräume und einer in der Fläche nachhaltigen und naturverträglichen Nutzung. Für landwirtschaftlich genutzte Flächen ist eine gestärkte ökologische Komponente der europäischen Agrarförderung (GAP) vorzusehen. (…)
  4. Das Vorhandensein nutzungsfreier Wälder ist unabdingbar, um das gesamte Spektrum der Artenvielfalt zu erhalten. Der Anteil nutzungsfreier Wälder ist weiter zu erhöhen (…). Darüber hinaus sollte die Artenvielfalt in den Wäldern durch eine naturverträgliche Nutzung mit entsprechendem Strukturreichtum und eine natürliche Baumartenauswahl gefördert werden. (…)
  5. Die Vernetzung von Lebensräumen ist wichtig, u. a. um Ausbreitung und Genaustausch von Individuen zu befördern und zugleich die Anpassung an den Klimawandel zu erleichtern. Um die Vernetzung der Lebensräume zu verbessern, sind ausreichend naturnahe Landschaftselemente vorzusehen (…). 
  6. Die Flüsse sind wieder durchgängig zu gestalten und mit ihren Auen zu verbinden. (…) Damit können sie gleichermaßen ihre Funktion als Lebensraum zahlreicher Arten wahrnehmen und wertvolle Ökosystemleistungen erbringen. (…)
  7. Für die marinen Schutzgebiete in der Ausschließlichen Wirtschaftszone sind die Voraussetzungen zu schaffen, dass diese tatsächlich Rückzugsgebiete und Ruheräume für gefährdete Arten darstellen. Dazu ist insbesondere eine ökosystemverträgliche, nachhaltige Fischerei notwendig.
  8. (…) (Es ist) erforderlich, bessere Datengrundlagen über die Gefährdungssituation bzw. den Erhaltungszustand der Schutzgüter zu schaffen, fortzuführen und weiterzuentwickeln. Die in diesem Zusammenhang unersetzlichen Leistungen des Ehrenamtes sind höher wertzuschätzen und professionell zu begleiten.

Frau Ministerin Dr. Hendricks, stoppen Sie das Artensterben, regen Sie geeignete Maßnahmen unverzüglich an und sorgen Sie für deren Umsetzung – im Interesse der Unterzeichner und der Natur!

MohnHier geht es direkt zur Petition. Mehr Infos zum Artenschutz-Report:

*Wörtliche, gekürzte Wiedergabe des Acht-Punkte-Programms, zitiert aus der Pressemittleiung des BfN vom 20.05.2015; Hervorhebungen d. Red. – zum vollständigen Text der Pressemittleilung

 

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