PM: ETN deckt Tierschutzverstöße auf - Zahlreiche Reaktionen

 

Lamm1Bei einer Schafhaltung im Oberbergischen Kreis deckte der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) gravierende Tierschutzverstöße auf. Neugeborene Lämmer im Schnee, hungernde Schafe und Tiere ohne Wasser waren an der Tagesordnung. Doch trotz der Beschwerde des ETN beim Landrat blieben das Veterinäramt und die Kreisverwaltung untätig. Unter Tierschützern rief dies eine Welle der Empörung hervor.

Seit vier Jahren dokumentiert der ETN Tierschutzverstöße in einer Schafhaltung im Raum Nümbrecht (Oberbergischer Kreis) und zeigte diese auch immer wieder beim zuständigen Veterinäramt an. Da keine nachhaltige Verbesserung erkennbar wurde und von Seiten der Amtsveterinäre immer wieder Kommentare wie „Es gibt schlimmere Tierhaltungen.“ zu hören waren, beschwerte sich der ETN im Februar bei der Kreisverwaltung. Die Antwort, die der ETN vom Umweltdezernenten des Kreises erhielt, erweckte den Eindruck als sei bei der Schafherde alles in bester Ordnung – von „intensiver Betreuung“ der Herde und „ausreichender Versorgung“ war die Rede, obwohl durch Fotos und Zeugenaussagen gravierende Verstöße bei der Versorgung und Pflege der Tiere bewiesen wurden.

Zahlreiche Reaktionen

Die Pressemeldung des ETN zu dem Fall schlug in Tierschutzkreisen hohe Wellen, denn viele Tierfreunde meldeten sich und zeigten sich empört über das Verhalten des Veterinäramtes und der Kreisverwaltung. Einige Tierschützer machten ihrem Ärger auch direkt beim Amt Luft; selbst aus dem Ruhrgebiet reisten Tierfreunde an, um sich selbst ein Bild von der Lage zu machen. „Wir freuen uns über die Unterstützung, die wir in diesem schlimmen Fall von anderen Tierfreunden erhalten und werden natürlich weiter dranbleiben!“, sagt Julia Vasbender, Biologin beim ETN. Die Fraktionen im Kreistag wurden ebenfalls informiert und die Partei ‚Die Linke‘ hat daraufhin beantragt, den Fall im Umweltausschuss zu behandeln.