Pressemitteilung: Silvesterstress für unsere Tiere - ETN e.V. warnt vor frühzeitigem Feuerwerk

 

Rike pixelio.deBild: Rike/pixelio.deSilvester ist purer Stress für Wildtiere und auch für unsere Haustiere. Während sich Tierhalter am Silvesterabend auf das Feuerwerk einstellen und ihre Tiere schützen können, sind sie gegen verfrühtes Feuerwerk aber oft machtlos. Denn mit dem Verkaufsstart der Knaller am 28. Dezember wird vielerorts schon Tage vor der Silvesternacht Feuerwerk gezündet und bringt damit vor allem Pferde und andere Weidetiere in Gefahr.

Jedes Jahr erhält der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) nach Weihnachten zahlreiche Meldungen zu entlaufenen Hunden oder Pferden, die in Panik Weidezäune umgerissen haben, weil in der Nachbarschaft bereits mehrere Tage vor Silvester Böller und Raketen gezündet werden. Den Tierhalter treffen diese verbotenen Spontan-Feuerwerke oft unvorbereitet - Verletzungen der Tiere sowie Sach- und Personenschäden können die Folge sein. Denn in der Silvesternacht können sich Tierhalter auf die Situation einstellen und ihre Pferde, Katzen, Schafe oder Ziegen einsperren, um Verletzungen oder eine Flucht der Tiere zu vermeiden. Doch beginnt das Feuerwerk bereits Tage zuvor, kann man als Tierbesitzer nicht angemessen darauf reagieren.

„Personen, die schon am 28. Dezember Böller werfen, machen sich über die Folgen für unsere Wild- und Haustiere oft keine Gedanken.“, sagt Julia Vasbender, Biologin beim ETN. Schlimmstenfalls kann sich ein Pferd bei seiner panischen Flucht so stark verletzen, dass es eingeschläfert werden muss, es kann Verkehrsunfälle verursachen und Menschen gefährden – all diese Szenarien werden von Personen, die schon vor Silvester Feuerwerk zünden, nicht bedacht oder teils sogar in Kauf genommen.

Grundsätzlich ist das Zünden von Feuerwerk vor dem 31. Dezember verboten, es sei denn man hat zuvor eine Ausnahmegenehmigung beantragt. Wer keine Genehmigung hat und sich mit Raketen und Böllern vor der Silvesternacht trotzdem nicht zurückhalten kann, dem drohen Anzeigen. Der ETN rät Tierhaltern, zuerst das Gespräch mit den Nachbarn zu suchen und auf mögliche Gefahren hinzuwiesen. Bei Uneinsichtigkeit und vorsätzlicher Gefährdung von Mensch und Tier sollte man eine Anzeige in Betracht ziehen.