Tiergerechtere Schweinemast

Der ETN (Europäischer Tier- und Naturschutzverein) 
stellt 300.000,- an Fördermitteln zur Verfügung

Die Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren ist eine der Tätigkeitssäulen des ETN.

Immer mehr Menschen wollen Fleisch von Tieren, die unter besseren, tiergerechteren Bedingungen gehalten werden. Andererseits halten wirtschaftliche Vorbehalte viele landwirtschaftliche Betriebe davon ab, in Umbauten und anderes Gelder zu investieren.

Der ETN möchte hier interessierten Betrieben finanziell helfen.

Der Verein hat sich das Segment der Schweinemast ausgesucht, um dort konkret etwas zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Tiere zu tun.

Der Verein hat dazu einen Kriterienkatalog erarbeitet, aus dem hervor geht, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um eine Förderung erhalten zu können.

Beraten wird der ETN  von den anerkannten Schweineexpertinnen und -experten aus Deutschland.

Fördersumme

Der ETN schreibt daher in 2018 eine Förderung in Höhe von 300.000,- Euro aus, um landwirtschaftliche Betriebe bei der Umstellung auf eine tiergerechtere Mastschweinehaltung zu unterstützen. Gefördert werden alle Maßnahmen, die für eine tiergerechtere Haltung sorgen, insbesondere bauliche Maßnahmen.

Als Gesamtsumme stehen für 2018 300.000,- Euro zur Verfügung. Die Höhe der Förderung wird von der Qualität der Anträge abhängig gemacht - bei besonders herausragenden Projekten besteht die Möglichkeit, dass die gesamte Fördersumme an einen Betrieb geht.

Der ETN fördert die Verbesserungsmaßnahmen als zinsloses Darlehen.
Ein Teil des Geldes wird dem Betrieb als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss.
Die Höhe des Zuschusses hängt von dem Erfüllungsgrad des Kriterienkataloges ab:

  • 30% Zuschuss bei Erfüllung der Mindestanforderungen
  • 50% Zuschuss bei zusätzlicher Erfüllung eines Höchstkriteriums
  • 60% Zuschuss bei zusätzlicher Erfüllung von zwei Höchstkriterien
  • 70% Zuschuss bei zusätzlicher Erfüllung aller  Höchstkriterien

Antragsverfahren und Auswahl des Betriebes

Interessierte Betriebe können hier die Antragsunterlagen herunterladen oder sich die Bewerbungsmappe in der Geschäftsstelle unter Telefon: 02245/61900 bzw. unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! anfordern.
Dort erhalten Interessierte auch eine ausführliche Beratung über das Förderprojekt.

Voraussetzung für die Teilnahme sind:

  • Es muss sich um einen bestehenden Schweinemastbetrieb handeln. Betriebsneugründungen oder der Umstieg eines Betriebes von einer anderen Tierart auf Schweinehaltung werden nicht unterstützt.
  • Der Betrieb muss in NRW beheimatet sein.
  • Es müssen ein ausgereiftes Stallkonzept mit Beschreibung der Veränderungen und ein Finanzierungsmodell eingereicht werden.
  • Die Mindestanforderungen nach dem erarbeiteten ETN-Maßstabkatalog müssen erfüllt sein.

Betriebe, die die Höchstkriterien erfüllen, werden bevorzugt.

Bei der anschließenden Bewertung können zusätzliche Verbesserungsmaßnahmen die Auswahl positiv beeinflussen. Ob ein Einstieg in den Biosektor gewählt wird, kann die Landwirtin/der Landwirt selbst entscheiden, da die Einhaltung der EU-Bio-Richtlinien nicht Bestandteil des Kriterienkatalogs des ETN ist.

Die Bewerbungsfrist läuft bis 30.09.2018.

Ausgewählt wird der Betrieb von einem Gremium aus Mitarbeiter/innen des ETN und unabhängigen Schweinhaltungsexperten/innen. Dabei beraten die Experten/innen den ETN bei der Entscheidung, welche Betriebe ausgewählt werden sollen. Sie überprüfen im weiteren Prozess auch, ob die geforderten Bedingungen umgesetzt wurden.

Die Entscheidung über eine Förderung wird bis zum 30.10.2018 mitgeteilt.

Ablauf nach Bewilligung

Zwischen der Landwirtin/dem Landwirt und dem ETN werden ein Fördervertrag und ein Darlehensvertrag geschlossen. Mit Unterzeichnung beginnt die Förderung. Die Laufzeit des Darlehens beträgt 5 Jahre ab Abruf der ersten Mittel. Die Gelder müssen binnen 1 Jahres abgerufen werden. Der Zuschuss, d.h. der Erlass der entsprechenden Darlehenssumme erfolgt am Ende der Finanzierungsphase.