Einfach nachhaltig: Umweltbewusst Weihnachten feiern

Wer der Umwelt das ganze Jahr über etwas Gutes tun will, sollte auch an Weihnachten nicht damit aufhören. Dabei können kleine Dinge Großes bewirken, hier unsere Checkliste:

Punkt 1: Geschenkpapier

Wer unnötigen Papiermüll vermeiden will, kann ganz einfach aus das Einpacken der Geschenke verzichten. Leider geht das Weihnachtsfeeling dabei aber oft verloren und insbesondere Kindern möchte man den Spaß am Auspacken eigentlich nicht nehmen. Eine schöne Alternative zum Geschenkpapier sind weihnachtliche Stoffbeutel, Jutesäcke oder bunt verzierte Dosen. Die bringen Weihnachtsstimmung, sorgen für den Nervenkitzel beim Auspacken und man kann sie unendlich wiederverwenden. Auch Geschenkpapier kann man aufheben und im nächsten Jahr recyceln, Voraussetzung ist hier aber natürlich, dass die Geschenke vorsichtig ausgepackt werden. Auf Klebestreifen und Plastikbänder kann man verzichten, wenn man Geschenkbänder aus Naturfasern (z.B. Bast) nutzt.

Punkt 2: Der Weihnachtsbaum

Ein Christbaum gehört für fast jeden Menschen zu einer gelungenen Weihnachtszeit. Die Bäume verströmen einen natürlichen, weihnachtlichen Duft und sorgen für eine schöne Atmosphäre. Leider stammen die Weihnachtsbäume aus Monokulturen, die nur wenigen Tieren Lebensraum bieten und mit Dünger und Pestiziden behandelt werde. Mit ein wenig Geduld lassen sich aber auch Weihnachtsbaumhändler finden, die Bäume aus ökologischem Anbau anbieten, ohne Gifteinsatz und mineralischen Dünger. Eine etwas ungewöhnliche Variante ist der Gabenbaum aus verschiedenen immergrünen Zweigen und Ästen von Laubbäumen. Die Äste können von Rückschnittarbeiten im eigenen Garten oder in öffentlichen Parks stammen oder auch im Wald gesammelt werden. Das Zusammenstecken der Äste erfordert ein wenig Geschick und Geduld, man kann daraus aber ein schönes vorweihnachtliches Event für die ganze Familie machen.

Punkt 3: Christbaumschmuck

105582 web R by Lea M. pixelio.deBild: Lea M. /pixelio.deNatürlich kann man auch beim Schmücken des Weihnachtsbaums auf natürliche Materialien zurückgreifen, der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Getrocknete Früchte, Äpfel, bemalte Kiefernzapfen und Strohsterne lassen jeden Baum schnell weihnachtlich aussehen. Aber auch die Wiederverwendung von kostbaren Christbaumkugeln aus Glas ist ökologisch, denn meist werden die schönen Kugeln über Jahrzehnte verwendet und innerhalb der Familie weitergegeben. Verzichten sollte man auf Plastikkugeln und Lametta. Letzteres besteht entweder aus Plastik oder Alu, was in seiner Herstellung besonders umweltschädlich ist.

Punkt 4: Weihnachts-Menü

Besonders aber natürlich nicht nur an Weihnachten sollte man sich in Erinnerung rufen, dass sich christliche Nächstenliebe nicht nur auf andere Menschen, sondern auch auf unsere Tierwelt bezieht. Viele traditionelle oder ausgefallene Weihnachts- Menüs gibt es als vegetarische oder vegane Variante – damit tut man nicht nur den Tieren, sondern auch unserer Umwelt etwas Gutes. Wer auf Fleisch nicht verzichten möchte, sollte auf Bioprodukte und Fleisch aus artgerechter Tierhaltung zurückgreifen.

Punkt 5: Adventskalender

Die Vorfreude auf Weihnachten wird mit jedem Türchen, das im Adventskalender geöffnet wird ein bisschen größer. Schöner als überteuerte Papier- und Plastikkalender aus dem Supermarkt sind selbstgemachte Kalender. Beutel oder kleine Stiefel aus Jute, befüllbare Figuren aus Stoff und Boxen aus Filz – auch hier ist erlaubt, was gefällt. Den selbstgemachten Kalender kann man jedes Jahr wiederverwenden und neu befüllen, so macht man seinen Liebsten und auch der Umwelt eine Freude.

Punkt 6: Spenden statt Schenken

Natürlich kann man das Geld, das man normalerweise für Geschenke ausgibt, auch an gemeinnützige Vereine und Projekte spenden. Man kann auch Spenden verschenken, zum Beispiel mit der HelpCard. Die Karte wird mit einem Guthaben aufgeladen und der Beschenkte kann den Betrag dann unter bestimmten gemeinnützigen Vereinen und Projekten aufteilen. Auch Tierpatenschaften für Tiere auf Gnadenhöfen oder in Tierheimen kommen als Geschenk immer gut an – die Tiere von Hof Huppenhardt freuen sich über Ihre Geschenkpatenschaft!

Punkt 7: Niemals Tiere als Geschenk

Lebende Tiere gehören nicht unter den Weihnachtsbaum! Der Kauf oder die Übernahme eines Tieres will gut überlegt sein, als kurzfristiges Geschenk eignen sich Haustiere deshalb nicht. Immer wieder landen nach dem Weihnachtsfest Kleintiere, Katzen und Hunde im Tierheim, weil sie kurzentschlossen gekauft wurden, der Beschenkte mit den Tieren aber nichts anfangen kann oder schnell das Interesse verliert. Kindern, die sich ein Tier wünschen, kann man – nachdem alle Vor- und Nachteile abgewogen wurden – zu Weihnachten auch einen Teil der Ausstattung für das jeweilige Tier schenken, beispielsweise ein Hundekörbchen. So ist die Vorfreude auf das Tier geweckt und man kann nach der Weihnachtszeit in Ruhe ins Tierheim gehen, um sich das passende Tier auszusuchen.