Tierschutz im Alltag: Haustiere und Weihnachtsdeko

 

averyanova panthermedia.netBild: averyanova/panthermedia.netIn vielen Haushalten hat die Weihnachtsdekoration schon längst Einzug gehalten. Der Festschmuck ist aus der Advents- und Weihnachtszeit nicht wegzudenken und für unsere Haustiere auch meist völlig unbedenklich. Dennoch spielen sich in unseren Tierarztpraxen alle Jahre wieder die gleichen Szenarien ab. Hunde, die die Weihnachtsdekoration zum Fressen gern hatten, Magen-Darm-Beschwerden nach Festmahlsplünderung und Verletzungen nach näherer Bekanntschaft mit der guten, alten Christbaumkugel. Damit solch unfreiwillige Weihnachtsklassiker nicht auch bei Ihnen daheim passieren, sollten Sie einige Dinge beachten.

In einem unbeobachteten Moment kann ein Hund oder eine Katze schnell einmal auf die Idee kommen, die neue Dekoration genauer unter die Lupe zu nehmen. Dann kann aus dem neugierigen Erkunden scheinbar harmloser Gegenstände schnell ein tierärztlicher Notfall werden. Lassen Sie Ihr Tier deshalb nie unbeaufsichtigt in der Nähe von Weihnachtsdekoration oder gar brennenden Kerzen auf Adventskränzen und an Weihnachtsbäumen.

Auch den übrigen Christbaumschmuck sollte man dem Erkundungsdrang seiner Tiere anpassen. Während sich viele Haustiere gar nicht an der glitzernden, neuen Zimmerpflanze stören, finden insbesondere junge Katzen und Hundewelpen die bunten Glaskugeln des Baums sehr spannend. Kleine, glitzernde Anhänger könnten verschluckt werden, und Scherben heruntergefallener Glaskugeln können zu Verletzungen der Pfoten führen. Hängen Sie deshalb zerbrechlichen Christbaumschmuck außerhalb der Reichweite Ihres Tieres auf, oder steigen Sie gleich ganz um auf Holzschmuck. Und damit der ganze Baum nicht nach einem Akt des Übermuts Ihres Haustieres plötzlich der Länge nach auf dem Boden liegt, befestigen Sie ihn am besten zusätzlich mit einer Kordel an der Wand.

Sabine Jaunegg pixelio.de Bild: Sabine Jaunegg/pixelio.de Auch Lametta, Bänder und Ketten werden gerne einmal verschluckt und verheddern sich dann im Magen-Darm-Trakt. Sieht man, dass ein Tier Lametta oder ähnliches verschluckt, sollte man deshalb sofort zum Tierarzt fahren, denn es droht im schlimmsten Fall ein lebensgefährlicher Darmverschluss. Sie sind auf der sicheren Seite, wenn Sie generell alle verschluckbaren Gegenstände vom Boden und aus niedriger Höhe verbannen. Denn auch Dinge wie Krippenfiguren sind nicht erst einmal von Hunden gefressen worden...

Schwere Verdauungsprobleme oder Schlimmeres drohen auch, wenn der Hund Schokolade vom Weihnachtstisch stiehlt. Kakao ist für Hunde und Katzen schädlich, und schon zwei Stücke Zartbitterschokolade können für einen Chihuahua tödlich sein. Instruieren Sie deshalb am besten auch Ihre Besucher und deren Kinder, dem Hund keine Leckerlis vom Tisch zu füttern. Das gilt natürlich nicht nur für Süßigkeiten.

Besondere Vorsicht ist außerdem geboten bei Mistelzweig und Co., denn Blätter und Stängel der Mistel sind für alle Kleintiere giftig. Auch der klassische Weihnachtsstern kann unter Umständen schädlich sein. Will man also nicht auf diese Pflanzen verzichten, sollte man sie in jedem Fall von seinen Tieren fernhalten.

Und nun wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und natürlich Ihren Tieren eine besinnliche Adventszeit und ein entspanntes Weihnachtsfest!