Gänsestopfleber

Gänsestopfleber_Paul-Georg Meister/pixelio.deBild: Paul-Georg Meister/pixelio.deAuf Speisekarten – man glaubt es kaum – findet sich immer noch „Foie gras” – Gänsestopfleber. Auf dieses aus Tierschutzsicht wirklich „unappetitliche” Thema möchten wir deshalb alle Tierfreunde aufmerksam machen.

Beim Stopfen wird den Gänsen mehrmals täglich ein Metallrohr in den Hals gesteckt, durch das der Gans insgesamt 2,5 kg gesalzener Maisbrei in den Magen gestopft wird. Damit die Gans nicht erbricht, wird der Schnabel mit einem Gummiband zugehalten. Durch das Metallrohr kommt es zu starken Verletzungen der Speiseröhre, oder der Magen platzt, weil er die viel zu großen Futtermengen nicht bewältigen kann, und die Tiere sterben qualvoll. Durch das ungesunde und viel zu üppige Futter verändert sich die Leber der Gänse krankhaft und wächst auf ein Gewicht von bis zu einem Kilogramm an – eine Fettleber. Dieses krankhaft veränderte Organ zu Tode gequälter Gänse landet dann allzu oft als besondere Delikatesse auf unseren Tischen. Kostenlos mitgeliefert wird eine ordentliche Portion Antibiotika, ohne die kein Lebewesen die Tortur des Stopfens überleben würde.


Gans legal?

Hausgänse_Alexandra H. pixelio.deBild: Alexandra H./pixelio.deDie „Produktion” von Gänse- und Entenstofflebern ist in fast allen EU-Staaten aus Tierschutzgründen verboten. Auch in Deutschland ist das Stopfen von Gänsen mittlerweile verboten, nicht aber der Import von Stopfleber, und so ist Deutschland mittlerweile der Hauptabnehmer von Gänsestopfleber aus dem Ausland (v.a. Frankreich, Belgien, Spanien und Ungarn). Dort sorgen riesige Stopffarmen dafür, dass heute jedermann die Feinkost von einst in jedem Supermarktregal findet – zehnmal billiger als noch vor zehn Jahren. Übrigens: Wenn die Fettleber als Delikatesse verarbeitet wurde, landen die restlichen „Tierprodukte” oft auf den Tellern der unwissenden Verbraucher. Bitte verzichten Sie deshalb grundsätzlich auf Enten- oder Gänsefleisch aus Frankreich, Ungarn oder Bulgarien.


Was können Sie tun?

Sollten Sie bei einem Restaurantbesuch Stopflebern von Gänsen und Enten auf der Karte finden, fassen Sie sich ein Herz für Tiere und sprechen Sie den Chefkoch und den Restaurantbetreiber darauf an. Denn Gourmets mit Gewissen verzichten auf Gestopftes aller Art! Dass Sie, liebe ETN-Tierfreunde, ganz sicher auf solche tierquälerischen „Köstlichkeiten” verzichten, steht für uns außer Frage. Danke für Ihre Unterstützung und halten Sie die Augen auf!

 

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