Tiere im Silvester-Stress

Rike pixelio.deBild: Rike/pixelio.deNachdem die Menschen die Weihnachtstage genossen haben, soll das Jahr an Silvester mit einem prächtigen Feuerwerk am Himmel beendet und das neue Jahr eingeläutet werden.

Für die Tierwelt heißt Silvester jedes Jahr aufs Neue einmal Stress pur. Die ungewohnten Lärm- und Blitzgewitter versetzen Wild- und Haustiere in Angst und Schrecken. Da fast alle Tiere ein um vielfach besseres Gehör besitzen als der Mensch, verursachen Heuler, Pfeifer und Böller extreme Panik und Todesängste bei den Tieren. Entgegen landläufiger Aussagen gewöhnen sich die Tiere nicht an ein Ereignis, das nur einmal im Jahr stattfindet.

 

Haustiere

Hunde sind in der Lage laute Geräusche und unangenehme Knallereien ertragen zu lernen. Ein Beispiel dafür sind Jagdhunde, da diese auch an Schüsse gewohnt sein müssen, werden sie früh genug mit solchen Geräuschen konfrontiert und lernen so, dass diese keine Bedrohung für sie darstellt. Dennoch sind die vielen Kracher und Lichteffekte unangenehm und können schnell gefährlich werden.

Gut sozialisierte Hunde lernen in unbekannten Situationen durch Beobachten des Rudelführers. Im besten Fall ist dies der Mensch. Bleibt hier der Mensch ruhig, erkennt der Hund, dass das unangenehme Geräusch keine Gefahr bedeutet. Auch Hunde, die ängstlich auf das Silvesterfeuerwerk reagieren, sollten nicht in ihrer Angst bestätigt werden.
Auch die Verletzungsgefahr durch explodierende Böller, verschreckte Tiere, die vor die Autos laufen oder durch Rauchvergiftungen ist sehr hoch.

Doch es gibt einige Tipps, wie Sie die Angst Ihrer Tiere minimieren können:

  • Fenster geschlossen halten
  • Rollläden herunterlassen, Vorhänge zuziehen (Schutz vor Lichteffekten)
  • Rückzugsmöglichkeiten schaffen (dunkle Ecken oder Räume)
  • Tiere nicht alleine lassen
  • Tiere frühzeitig reinholen, Hunde frühzeitig noch einmal ausführen
  • Möglichst wenig auf ängstliches Verhalten reagieren (signalisiert Sicherheit)
  • Fernseher oder Musik einschalten
  • Auch nach der Silvesternacht auf Müll, Scherben und Blindgänger achten
  • Im absolutem Ausnahmefall: Beruhigungsmittel, beispielsweise Aminosäurepräparate; eine Alternative sind Bachblüten
    Diese Beruhigungsmittel müssen jedoch einige Tage vor der Silvesternacht eingegeben werden!


Wildtiere

Während der Mensch sich um die Sicherheit des Haustieres kümmert, kann es besonders für Wildtiere den Tod bedeuten: Sie werden mitten in der Nacht aus dem Schlaf gerissen und suchen panisch das Weite. Manche Flucht kann hierbei schnell mit einer PKW-Kollision enden. Verunfallen Sie nicht, zehren Stress und Angst massiv an den sowieso schon knappen Energiereserven. So werden notwendige Reserven unnötig verschwendet, die im Winter, vor allem bei Futtermangel und kalten Temperaturen überlebensnotwendig sein können. Außerdem dauert es oft Tage oder Wochen bis normale Verhaltensweisen wieder zurückgekehrt sind.

kaemte pixelio.deBild: kaemte/pixelio.de

So werden die Menschen in dieser Nacht zum Feind jeden Tieres.
Bitte verzichten Sie deshalb  darauf, selbst ein Feuerwerk zu veranstalten.

Haustiere, Wildtiere und auch die Natur werden es Ihnen danken!

 

Mitglied werden

 

Spenden

 

Patenschaft übernehmen

respektiere 02 2017

Wahlprüfsteine 2017

kreuz

Antworten der Parteien zu Tierschutzfragen

Wie stehen die Parteien zu einzelnen Tierschutzthemen?

Positionen der Parteien zur Bundestagswahl lesen Sie hier

 

itz-logo

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Benutzung dieser Seite stimmen Sie dem zu.

Lesen Sie unsere Datenschutzbestimmungen hier

einverstanden