Es hätte so einfach sein können - ein Leben ohne Glyphosat

agriculture 1359862 960 720Bild: pixabayLetzten Montag entschied die EU, dass Glyphosat für weitere fünf Jahre zugelassen bleibt. Glyphosat ist das am häufigsten genutzte Pestizid weltweit. Neben den ökologischen Schäden für die es verantwortlich ist, steht es auch im Verdacht Krebs zu erregen- scheinbar nicht genug Gründe für die Vertreter der 18 EU-Länder, die für die Verlängerung der Zulassung stimmten. Nur zehn Länder stimmten dagegen oder enthielten sich, trauriger Weise gehörte Deutschland nicht dazu, denn Landwirtschaftsminister Christian Schmidt stimmte für die Verlängerung- ein Geschenk für die Agrarlobby, auf Kosten der Bevölkerung und der Umwelt.

Durch ein Verbot der EU hätte jeder Mensch leben können ohne sich den Risiken von Glyphosat auszusetzten, nun muss aber wieder der Verbraucher versuchen sich zu schützen, weil der Staat seiner Verpflichtung nicht nachkommt.

Hier ein paar Tipps wie man Glyphosat größtenteils kurz und hoffentlich auch langfristig aus seinem Leben verbannen kann:

1. Bio-Lebensmittel kaufen

Im Gegensatz zum konventionellen Anbau, dürfen bei der Produktion von Bio-Lebensmittel keine chemisch-synthetischen Pestizide verwendet werden, somit darf auch kein Glyphosat zum Einsatz kommen. Kleine Spuren von Glyphosat können leider trotzdem in den Lebensmittel sein, wenn das Pestizid durch Wasser oder Luft von angrenzenden, konventionell betriebenen Feldern auf die Bio-Felder gelangt. Durch die Nachfrage von Bio-Lebensmittel steigt langfristig auch die Produktion, sodass weniger Felder mit Pestiziden behandelt werden. 

2. Mehr selbst anbauen

Der Trend wieder hin zum Selbstanbau hält ja schon seit einigen Jahren an. Durch diverse Lebensmittelskandale wollen immer mehr Menschen wissen, was sie da eigentlich essen und am besten weiß man das, wenn man es selbst produziert hat. Ob nun aus dem heimischen Garten oder auch vom Balkon, eigenes Gemüse und Obst ist lecker, gut für die Umwelt, gesund und vorallem ohne Glyphosat. 

3. Petitionen unterschreiben

Auch wenn Glyphosat von der EU aus die nächsten fünf Jahre zugelassen worden ist, heißt das nicht, dass die Länder oder bestimmte Regionen nicht trotzdem ein Verbot erlassen können. So will zum Beispiel Frankreich in spätestens drei Jahren Glyphosat komplett verbieten. Die Entscheidung Deutschlands darf nicht einfach so hingenommen werden, erhebe also weiterhin deine Stimme gegen Glyphosat!

 

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