Einfach nachhaltig: Es muss nicht immer das Neueste sein

432722 web R B by Harald Wanetschka pixelio.deBild: Harald Wanetschka / pixelio.deFür viele von uns ist es ein ständiger Begleiter und aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken: das Handy. In kurzer Zeit entwickelte sich das portable Telefon zum wahren Alleskönner und die Entwicklung geht immer weiter. Jährlich präsentieren die Großen der Branche neue Modelle mit neuen Eigenschaften und Funktionen, sodass Millionen von frenetischen Anhängern in die Geschäfte rennen, um das neuste Smartphone zu bekommen. Bei all dem wird gerne übersehen wie schädlich die Handyproduktion für die Umwelt ist.

Neben Kunstoffen, Glas und Keramik bestehen Smartphones aus etwa 25 % Metallen und seltenen Erden wie z.B. Kupfer, Eisen,  Aluminium und Tantal. Besonders der Abbau der Metalle und Erden hat schlimme Folgen für die Umwelt. Um an die Metalle zu gelangen werden ganze Wälder gerodet oder Berge gesprengt, Tiere und Menschen verlieren ihre Lebensräume. Um die Metalle aus der Erde zu lösen werden giftige Substanzen verwendet, die die Böden und das Wasser noch in vielen Kilometern Umkreis um die Minen verseuchen. Zudem ist der Energieaufwand enorm hoch, sodass die Anlagen Unmengen an CO2 ausstoßen und so das Klima schädigen. 

Doch der Abbau ist nicht nur schädlich für unsere Umwelt, sondern auch für die Menschen, die in den Minen arbeiten. Oft findet der Abbau in Entwicklungsländern wie dem Kongo statt, sodass die Arbeiter unter gefährlichen und gesundheitsschädlichen Bedingungen für einen Hungerlohn ausgebeutet werden. Sind die Ressourcen dann an einem Standort erschöpft, wird der Abbau in ein anderes Gebiet verlegt und die Menschen ohne Arbeit in zerstörten Landschaften ihrem Schicksal überlassen. 

Da die wenigsten Menschen trotz der Probleme in der Produktion auf ein Handy verzichten können und wollen, kann trotzdem jeder einen Beitrag leisten, indem man sein Handy länger nutzt oder es weiter gibt, denn so müssen weniger produziert werden. Wenn man doch ein Neues kaufen muss, so kann auch ein gebrauchtes Handy eine Alternative sein. Und sein kaputtes Handy sollte man unbedingt recyceln lassen, damit wenigstens ein Teil der Metalle wiederverwertet werden können. 

 

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