Gran Canaria - Streunerkatzen und Straßenhunde statt Sonne und Strand

Katze in unkontrollierter KolonieGran Canaria, eine wunderschöne Insel mit einem immer sommerlichen Klima und traumhaften Stränden, nicht umsonst eine der Lieblingsinseln vieler Deutscher. Doch was viele Touristen nicht sehen, ist das Leid der Straßentiere. Unser Partnerverein Arycan setzt sich für die Tiere ein, um die sich sonst niemand kümmert und wird dabei vom ETN unterstützt. Ein Bericht unserer Mitarbeiterin Jasmin Günther:

Es ist ein außergewöhnlich verregneter Tag auf der Sonneninsel, als ich mich mit Andrea Hansen, Vorsitzende von Arycan, auf den Weg in das Tierheim der Insel mache. Recht unscheinbar liegt es etwas außerhalb von Las Palmas mit Panoramablick auf das Meer. Doch mit dem Durchfahren des großen Eingangstores betritt man eine andere Welt. Gebell und Gejaule begleiten einen beim Durchqueren der Gassen. Hunde, groß und klein, jung und alt, Rassehund und Mischling, alle suchen nur nach Aufmerksamkeit. Über 400 Hunde und Katzen befinden sich in dem Tierheim. Die Zwinger sind bis auf den letzten Platz gefüllt, manche sogar darüber hinaus.

DSC03167Gegen Mittag kommen die Hundefänger der Gemeinden und bringen Straßenhunde, sowie Tiere, die von ihren Besitzern abgegeben wurden. Die Zahl der ausgesetzten Haustiere auf der Insel wird auf 10.000 Tiere pro Jahr geschätzt. Im Schnitt kommen jeden Tag 30 Hunde in das Tierheim. Diese werden registriert, geimpft und in die Zwinger aufgeteilt. Da jeden Tag mehr Hunde gebracht als vermittelt werden, muss das Tierheim aus Platzgründen auch täglich Hunde einschläfern. Welpen und kleinere Hunde haben gute Chancen auch auf der Insel vermittelt zu werden. Ältere, größere oder Hunde bestimmter Rassen, wie Podencos oder sogenannte „Kampfhunde“, haben es hingegen schwer und müssen hoffen, dass sie doch noch jemand rettet, bevor ihre Zeit abläuft.

SyraAlle Hunde und Katzen, die Glück haben und adoptiert werden, werden von Tierärztin Syra kastriert, bevor sie das Tierheim verlassen. Damit wird verhindert, dass die Tiere sich bei ihren neuen Besitzern weiterhin vermehren können. Syras wichtige Arbeit wird seit einem Jahr vom ETN finanziert. In diesem Jahr gelang es ihr, knapp 1.400 Tiere zu kastrieren und dabei wird jedes Tier von ihr mit größter Sorgfalt und Liebe behandelt. Neben den Tierheimtieren liegt ihre Arbeit auch darin Straßenkatzen zu kastrieren. Nach den zwei großen Kastrationsaktionen des ETN in den Jahren 2013 und 2014 setzt sie die Arbeit fort, um die Katzenpopulation der Insel nachhaltig zu verkleinern und somit das Leid von Straßenkatzen zu reduzieren.

Der Besuch von zwei verschiedenen Katzenkolonien zeigte mir deutlich, wie wichtig dieses Projekt ist. Während sich die kontrollierte Kolonie seit drei Jahren nur noch durch Zuwanderung vergrößert und sich alle Tiere in einem sehr guten Gesundheitszustand befanden, sah man bei der nicht kontrollierten Kolonie viele Kitten, sowie kranke Katzen. Arycan kastriert nach und nach die noch unkontrollierten Kolonien und übergibt sie in Zusammenarbeit mit der Inselregierung verantwortungsvollen Personen, die die weitere Versorgung übernehmen.

Neben den Kastrationen setzt sich Arycan auf politscher Ebene zur Verbesserung der Situation von Straßentieren ein, hält Vorträge an Schulen und bildet in Zusammenarbeit mit der Universität Tierärzte aus. Das Besondere an diesem Verein sind aber die Menschen, die sich aus ganzem Herzen für die Tiere einsetzen.

Wenn Sie Arycan unterstützen möchten oder einem der Hunde aus dem Tierheim eine Chance auf ein schönes Leben schenken möchten, besuchen Sie die Homepage von Arycan: www.arycan.de

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