Spendenaktion für die Tierheime der Ost-Ukraine

Wieder einmal steht Weihnachten vor der Türe, und ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns. Besonderen Anteil nahmen wir in diesem Jahr am Schicksal unserer Freunde in der Ost-Ukraine, die seit mehr als einem Jahr unter dem Bürgerkrieg und seinen Folgen zu leiden haben. Mit zahlreichen Spenden haben Sie, liebe Leser, die Tierschützer in Lugansk, Donetsk und Gorlovka in den letzten Monaten unterstützt, und dafür möchten wir uns im Namen der Tiere noch einmal ganz herzlich bedanken.

Auch die vom ETN unterstützten Tierärzte im Osten des Landes blieben trotz der schrecklichen Situation vor Ort nicht untätig. In Lugansk finanzieren wir seit einigen Jahren Kastrationen von Straßen- und Tierheimtieren in einer privaten Tierklinik und die Tierärzte dort konnten auch während des Krieges weiterhin Hunde und Katzen behandeln. So wurden in Lugansk bisher insgesamt mehr als 900 Tiere kastriert. In Dnepropetrovsk, einer Stadt, die an die Kriegsgebiete angrenzt, konnte der ETN ebenfalls bisher 2.456 Hunde und Katzen kastrieren und medizinisch versorgen, viele der Tiere stammten auch direkt aus den Kriegsgebieten im Osten. So leisten wir direkte Hilfe vor Ort und helfen neues Tierleid effizient zu verhindern. Doch auf diesen Erfolgen dürfen wir uns nicht ausruhen, denn die Tiere in Lugansk, Donetsk und Gorlovka benötigen noch immer unsere Hilfe!

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Mittlerweile ist der Winter mit ganzer Gewalt über die Ukraine hereingebrochen, und es fehlt den Tierheimen mehr denn je an Futter, Stroh für die Hundehütten und Heizmaterial. Zusätzlich zu diesen „alltäglichen“ Problemen müssen die Tierschützer zahlreiche verletzte Tiere versorgen, die Opfer des Krieges geworden sind, und Kriegsschäden in den Tierheimen reparieren. Viele Gebiete werden noch immer von bewaffneten Separatisten kontrolliert, die eine permanente Bedrohung für das Leben der Tierheimmitarbeiter und ihrer Schützlinge darstellen.

Das Tierheim von Gorlovka befindet sich beispielsweise noch immer zwischen den Fronten des Krieges. Es ist fast gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten; in den letzten Monaten konnten die Tiere nur mit dem vom ETN e.V. gespendeten Weizen vor dem Verhungern bewahrt werden. Obwohl das Tierheim mit über 300 Tieren schon überfüllt ist, müssen die Tierschützer kontinuierlich weitere Hunde und Katzen aufnehmen, die verletzt oder halb verhungert auf der Straße gefunden wurden und ohne die Hilfe der Tierschützer keine Chance hätten.

Auch das Tierheim „Give a paw“ in Lugansk wird noch immer täglich mit den schrecklichen Auswirkungen des Krieges konfrontiert. Einige Hunde sind bereits gestorben, andere leiden Hunger und können nicht medizinisch versorgt werden, da man in Lugansk kaum noch das Nötigste einkaufen kann. Auf den Straßen werden herrenlose Tiere verstärkt erschossen, ihre letzte Zuflucht ist das kleine Tierheim.

Das Tierheim „PIF“ in Donetsk mit seinen 900 Tieren hatte lange Zeit Glück im Unglück, da es weiterhin eine finanzielle Unterstützung von der Akhmetov-Stiftung erhielt. In den letzten Wochen wurde diese Unterstützung aber drastisch reduziert, und im kommenden Jahr wird sie gänzlich gestrichen werden, so dass „PIF“ in Zukunft nur noch mit den wenigen Spendengeldern auskommen muss, die es aus dem Ausland erhält. Ukrainische Spender gibt es mittlerweile kaum mehr, denn die Menschen haben selbst kaum noch Geld, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Noch schlimmer hat es das angrenzende städtische Tierheim von Donetsk getroffen. Seit Monaten fließen dort keine Gelder mehr; Löhne, Futter und Medikamente für die Tiere werden nicht gezahlt. Einzig das Tierheim „PIF“ hilft bei der Versorgung der Tiere, indem Tierheimleiterin Viktorija einen Teil vom ohnehin mageren Futtervorrat des Tierheims abgibt.

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Mit Hilfe Ihrer Spenden konnten wir den Tierheimen in der Ost-Ukraine bisher die Grundversorgung ihrer Tiere sowie dringend benötigte Medikamente finanzieren. Nun gilt es, nicht aufzugeben! Zwar tauchen Meldungen zur Lage in der Ost-Ukraine längst  nicht mehr täglich in den Nachrichten auf, doch die Situation in der Region bleibt nach wie vor kritisch.

Ohne Spenden aus dem Ausland können die Tierschützer dort ihre Hunde und Katzen nicht mehr versorgen, deshalb bitten wir Sie auch zur Weihnachtszeit um Ihre Spende!

Wenn Sie den Tieren in der Ost-Ukraine helfen möchten, spenden Sie bitte auf folgendes Konto:

Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.

Kreissparkasse Köln

IBAN: DE59 3705 0299 0007 0070 19

BIC: COKSDE33XXX

Verwendungszweck: Notfallhilfe Ost-Ukraine

Bitte nutzen Sie unbedingt den angegebenen Verwendungszweck. Ihre Spende wird ohne Abzüge an die Tierheime in der Ost-Ukraine weitergeleitet.

Im Namen der Tiere danken wir Ihnen für Ihre Hilfe und wünschen Ihnen und Ihren Vierbeinern ein schönes Weihnachtsfest!

Ihr ETN-Team

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