+++Update+++ Unser Spendenaufruf für die Tierheime der Ost-Ukraine

Die schrecklichen Meldungen aus dem Osten der Ukraine reißen nicht ab, täglich wird von neuen Gefechten zwischen Regierungstruppen und Separatisten berichtet. Für die Tierschützer in den ostukrainischen Städten wird die Lage immer schlimmer, einige können gar nicht mehr in ihre Tierheime, andere riskieren dabei ihr Leben.

In der östlichsten Stadt Lugansk dauern die Gefechte seit Wochen an, mittlerweile ist die Stadt fast vollständig zerstört. Autos dürfen nicht mehr fahren, und in weiten Teilen gibt es keine Strom- und Wasserversorgung. Auch Nahrungsmittel und Benzin werden knapp. Die Versorgung der Tiere im Tierheim „Give a paw“ war in der letzten Woche fast unmöglich, denn das Gebiet um das Heim herum lag in den vergangenen Tagen permanent unter Beschuss, so dass Tierheimleiterin Irina letztlich gar nicht mehr ins Tierheim gehen konnte. Ihre Tiere waren den Gefechten schutzlos ausgeliefert und konnten nicht einmal mit dem Nötigsten versorgt werden. Mittlerweile haben die Tierschützer aber wieder Zugang zum Tierheim und können ihre Hunde zumindest ab und zu füttern, denn Weizen und Hundefutter sind dank der Hilfsaktion des ETN noch vorhanden.

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Die Stadt Donetsk hat es als Hochburg der Separatisten ebenfalls sehr schwer getroffen. Die Separatisten verschanzen sich in der Stadt, und seit die ukrainische Armee eine Offensive dagegen gestartet hat, kann man sich in der Stadt nicht mehr bewegen. Wasser und Strom gibt es teilweise nicht mehr, Geschäfte und Kliniken sind geschlossen. Die Tierschützer des Tierheims „PIF“ in Donetsk harren bei ihren Schützlingen aus, und zunehmend wird das Tierheim auch zum Zufluchtsort für die Mitarbeiter und Menschen, die aus ihren Häusern fliehen mussten. So konnte sich beispielsweise die Buchhalterin des „PIF“ mit ihrer Familie in das Tierheim retten, als ihr Stadtteil unter Beschuss lag. Diese Entscheidung hat ihr und ihrer Familie das Leben gerettet, denn in ihr Haus schlug kurz darauf eine Granate ein …

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Das Tierheim „PIF“ konnte von dem aus unserer Spendenaktion erzielten Geld in der letzten Woche viel Futter für ihre Hunde und Katzen kaufen. Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein, aber er rettet Leben.

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Die Tierheimleiterin des „PIF“, Viktorija Vasiljeva, mit einem kleinen Teil der Futterspenden des ETN e.V.

Zwar wird es zunehmend schwerer, Geld und Futter zu den Tierheimen im Kriegsgebiet zu schaffen, doch die Tierschützer helfen sich untereinander, und so ist es unserer Mitarbeiterin bisher immer gelungen, die Spendengelder in Donetsk, Lugansk, Gorlovka und auch Pervomajsk und Stachanow zu verteilen.

Pervomajsk ist eine dieser Kleinstädte, über die in den Medien nicht berichtet wird, die aber dem Krieg genauso ausgesetzt sind wie Donetsk oder Lugansk. Die Tierschützer dort wissen nicht mehr weiter, ihr kleines Tierheim ist voll, und sie können nicht weg, denn die Stadt wird von allen Seiten bombardiert. In den Häusern sind viele Hunde und Katzen eingeschlossen, die von ihren Besitzern zurückgelassen wurden, und soweit es die Situation zulässt, schlagen die Tierschützer Fenster und Türen der Häuser ein, um die Tiere zu befreien. Doch die medizinische Versorgung der Tiere ist beinahe unmöglich geworden. Tierärzte arbeiten nicht mehr, nicht einmal verletzte Tiere können mehr eingeschläfert werden.

Wie immer leiden unschuldige Menschen und Tiere am meisten unter dem Krieg, insbesondere Menschen, die nicht fliehen können – wie die Mitarbeiter der Tierheime in Donetsk, Lugansk, Gorlovka und den umliegenden Städten – sind betroffen. Ganze Städte und die Existenzen tausender Menschen sind zerstört. Die Tierschützer, die sich um die ärmsten und schutzlosesten Opfer des Krieges kümmern, wissen nicht mehr weiter und können nur noch auf ausländische Hilfe und ein baldiges Ende des Krieges hoffen.

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Wenn auch Sie den Tieren in der Ost-Ukraine weiterhin helfen möchten, spenden Sie bitte auf folgendes Konto:

Europäischer Tier- und Naturschutz e.V.

Kreissparkasse Köln
IBAN:     DE59 3705 0299 0007 0070 19
BIC:         COKSDE33XXX
Verwendungszweck: Notfallhilfe Ost-Ukraine

Bitte vermerken Sie unbedingt den angegebenen Verwendungszweck, damit wir Ihre Spende zuordnen können.

Im Namen der Tiere danken wir Ihnen für Ihre Hilfe!

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