Pressemitteilung von Project Blue Sea zum „Welttag der Meere“

Project Blue SeaBild: S. Diersche8. Juni 2017; Seit 2009 gibt es den „Welttag der Meere“. Dieser wurde durch die Vereinten Nationen ins Leben gerufen. Die gegenwärtige Situation rund um unsere Ozeane sieht leider alles andere als beruhigend aus.

Der Ausbeutung und Verschmutzung unserer Ozeane sind nach wie vor kaum Grenzen gesetzt. Die G20-Staaten haben sich in der vergangenen Woche in Bremen auf einen Aktionsplan geeinigt, um gegen die Vermüllung in den Meeren anzukämpfen. Auch in New York tagen derzeit zahlreiche Delegationen im Rahmen eines UN-Gipfels mit dem Ziel, die Verschmutzung und Zerstörung der Meeresumwelt zu beenden. Es ist ein weiter Weg, um die permanent ansteigenden Mülleinträge in den Griff zu bekommen. Ein global funktionierendes Müllmanagement, die Vermeidung von neu anfallenden Müll und eine verbesserte Ressourceneffizienz sollen hierbei die Schlüssel zum Erfolg sein.

Es wird immer wieder erwähnt, dass gerade in einigen asiatischen Staaten der Mülleintrag in die Gewässer besonders hoch ist. Doch wir dürfen uns nichts vormachen. Auch hier bei uns -vor der eigenen Haustür- muss ordentlich gekehrt werden. Und dies geschieht wortwörtlich und alltäglich überall an Deutschlands Küsten. Ein Teil der Gelder, die durch Kurbeiträge eingenommen werden, wird dabei in täglich stattfindende Strandreinigungsmaßnahmen investiert, um den Urlaubern eine heile Welt ohne Müll an den Stränden vorzugaukeln. Neben der permanenten Einleitung von sichtbarem Müll ist das Eintragen von nicht greifbaren Stoffen wie beispielsweise Nährstoffe aus der Landwirtschaft, Mikro- und Nanopartikel aus Kunststoff, Medikamentenrückstände und hormonell wirkenden Mitteln ein immens wachsendes Problem, zu welchem sich bislang noch kaum Gedanken gemacht wurde.

An dieser Stelle sei natürlich erwähnt, dass der Müll in den Meeren lediglich nur eine der vielen Bedrohungen für das Ökosystem Ozean darstellt. Bis auf wenige Ausnahmen steht die Gesamtfläche der Weltmeere nach wie vor hilflos ihrer Ausbeutung gegenüber. Selbst in den wenigen bestehenden Schutzgebieten finden zum Teil menschliche Aktivitäten statt. Auch die Tiefsee ist dabei längst kein unangetasteter Raum mehr. In ihren Profitbestrebungen hat die Menschheit es schon längst auf die wertvollen Rohstoffe abgesehen, die es abzubauen gilt. Auch wird den dort lebenden Tieren massiv nachgestellt, ohne die in der Tiefe vorherrschenden, biologischen Zusammenhänge überhaupt genau zu verstehen.

Als weitere ernstzunehmende Gefahren für das sensible Ökosystem gelten zudem die generelle, globale Überfischung, die Versauerung der Meere, der Massentourismus, Sandabbaumaßnahmen sowie durch den Klimawandel hervorgerufene Probleme. Unsere Ozeane produzieren den größten Teil des Sauerstoffs, den wir atmen, sie dienen uns als Nahrungsquelle, zur Energiegewinnung und sind existenziell für den internationalen Handel. Es muss zukünftig weitaus mehr passieren, als die bloße Einführung eines Gedenktages für ein Ökosystem, ohne das die Menschheit nicht existieren kann.

Bitte unterstützt uns in unserem Vorhaben, den zukünftigen Generationen keine toten Meere zu hinterlassen.

Euer Project Blue Sea-Team

 

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