Pressemitteilung: Aufmerksamkeit für das Leiden der „Schlachtfohlen“ – Unterschriftenübergabe an Rupert Lindner in Wien

Mehr als 63.000 Unterschriften der Petition „Keine Subventionen für die "Produktion" von Fohlen für den Schlachthof!“ übergab der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) am Donnerstag, dem 23.03.2017 an Rupert Lindner vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) in Wien, mit dem Ziel, das Leiden hunderter Norikerfohlen zu stoppen. 

Geboren im Frühjahr auf idyllischen Bergwiesen, erfreuen Norikerfohlen im Sommer die Touristen und werden im Herbst auf Auktionen versteigert. Wenige gehen dabei an Züchter und Freizeitreiter. Die meisten werden vor allem an italienische Schlachtbetriebe verkauft. Nach dem quälend langen Transport nach Italien werden die Fohlen oft nicht direkt geschlachtet, sondern unter tierschutzwidrigen Bedingungen noch monatelang gemästet - das Ganze indirekt gefördert durch österreichische Bundesmittel und EU-Subventionen. Auf diesen Missstand machten Jasmin Günther, Biologin beim ETN, und Julia Vasbender, Projektleiterin beim ETN, Rupert Lindner bei der Unterschriftenübergabe aufmerksam. 

Die Förderung der Zucht von Norikern durch das Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) im Rahmen der Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen könne auf keinen Fall abgeschafft werden, da dieses dazu führen könnte, dass die Rasse nicht erhalten werden kann, erklärt Lindner den Mitarbeiterinnen des ETN. Seitens des BMLFUW besteht natürlich die Bestrebung die Fohlen auf österreichischen Betrieben aufzuziehen und zu nutzen, aber vorschreiben wohin die Fohlen verkauft werden könne und wolle man nicht. 

Da aber nicht tiergerechter Transport und gegebenenfalls Mästung natürlich auch nicht im Sinne des Förderprogramms sei, wolle man diese Problematik bei der nächsten Förderperiode berücksichtigen. Auch wenn dieses nicht dazu führt, dass keine überschüssigen Norikerfohlen mehr geschlachtet werden, so könnten die zusätzlichen Qualen für die Tiere ein Ende haben - dieses wäre zumindest ein erster Erfolg. 

„Wir freuen uns, dass unser Anliegen und das aller Petitionsteilnehmer gehört worden ist und hoffen nun, dass seitens des BMLFUW Wort gehalten wird und dadurch vielen Fohlen die quälenden Transporte und Mästungen erspart bleiben“, sagt Jasmin Günther. Der ETN wird selbstverständlich die weiteren Entwicklungen verfolgen und sich weiterhin für die „Schlachtfohlen“ einsetzen.

 

Unterschriftenuebergabe kopie

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dr. Konrad Blaas (l.), Jasmin Günther, Rupert Lindner (r.)

 

 

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