Pressemitteilung: Subventionen für Schlachtfohlen stoppen - Übergabe der Unterschriften an Rupert Lindner

IMG 4089Jedes Jahr leiden hunderte Norikerfohlen auf quälend langen Transporten nach Italien, um dort geschlachtet oder zuvor unter tierschutzwidrigen Bedingungen gemästet zu werden - das Ganze gefördert durch österreichische Bundesmittel und EU-Subventionen. Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen und österreichische Politiker zu einem Umdenken zu bewegen, startete der Europäische Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) im Herbst eine Petition gegen die Förderung der Norikerzucht, mit überwältigender Resonanz.

Mehr als 63.000 Menschen unterzeichneten die Petition des ETN gegen die Subventionierung der Schlachtfohlenzucht in Österreich. Dort werden Norikerfohlen im Frühjahr auf idyllischen Bergwiesen geboren, erfreuen im Sommer die Touristen und werden im Herbst versteigert. Gerade einmal vier Prozent der Tiere gehen dabei an Züchter und Freizeitreiter. Die übrigen werden vor allem an italienische Schlachtbetriebe verkauft. Nach dem quälend langen Transport nach Italien werden die Fohlen oft nicht direkt geschlachtet, sondern unter tierschutzwidrigen Bedingungen noch monatelang gemästet.

Die Noriker sind eine alte Kaltblutrasse, deren Zucht vom Österreichischen Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) im Rahmen der Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen gefördert wird. Die Erhaltung und Nutzung, also auch die Schlachtung, soll laut Vorgaben regional stattfinden. Da jährlich aber so viele Fohlen in ausländischen Schlachthöfen zu Wurst verarbeitet werden, muss die Förderung überdacht werden. „Außerdem sollte grundsätzlich der Sinn einer Erhaltungszucht nicht darin bestehen, eine Situation der Überproduktion zu schaffen, die dazu führt, dass die meisten Fohlen geschlachtet werden.“, sagt Jasmin Günther, Biologin beim ETN.

Daher fordern der ETN und alle Unterstützer der Petition vom Landwirtschaftsministerium in Österreich, dass die Förderung der Norikerzucht gestoppt wird. Am 23.03.2017 übergeben Jasmin Günther und Julia Vasbender, Projektleiterin beim ETN, die Unterschriften an Rupert Lindner vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft in Wien und unterstreichen dabei noch einmal die Forderung nach einem Stopp der Subventionen.

 

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