ETN schenkt „Schlachtfohlen“ neues Leben

Erste gerettete Fohlen auf dem Weg nach Much

noriker-fohlen-rettungMuch, 1.9.2016. Gerade ein halbes Jahr sind die beiden Norikerfohlen alt, die der Europäische Tier- und Naturschutz (ETN) gerettet hat. Statt in die Mast und zum Schlachter in Italien treten Bemo und Frank den Weg in ein neues Leben an. Anfang der nächsten Woche werden die beiden Fohlen auf Hof Huppenhardt erwartet, so dass sich auch die Besucher des Hoffestes am 11. September am Anblick der beiden Neuzugänge erfreuen können.

Mit dem Ende der Ferien haben die beiden Fohlen als Urlauberattraktion ausgedient. Jetzt verursachen sie für die bisherigen Halter nur noch Kosten. Da nur sehr wenige Norikerfohlen aufgrund von hohen Rassestandards zur Zucht behalten werden und sich bisher wenige Reiter für diese Rasse interessieren, wären sie an den Schlachter verkauft worden – wie Hunderte ihrer Artgenossen auch. Denn Fohlenwurst gilt in Italien als Delikatesse. Die meisten der Fohlen werden auf den Herbstauktionen versteigert und in quälend langen strapaziösen Transporten nach Italien gebracht. Dort werden sie noch einige Monate in Anbindehaltung und ohne Sozialkontakte gemästet, bis sie das Schlachtgewicht erreicht haben.  

„Die Fohlen werden als reiner Wirtschaftsfaktor betrachtet“, kritisiert Horst Giesen, Präsident des ETN. „Sie steigern den Umsatz als Attraktion für Urlauber und bringen Geld durch den Verkauf an den Schlachter. Außerdem wird die Zucht von Norikern subventioniert. Somit kassieren die Züchter dreifach.“

Um auf diese Missstände aufmerksam zu machen, kauft der ETN regelmäßig Fohlen frei und vermittelt sie an tierliebe Menschen. Die Besucher des Hoffestes am 11. September können gegen diesen Missstand protestieren, die Rettung weiterer Fohlen unterstützen und prüfen, ob sie einem der Tiere ein neues Zuhause geben können. 

 

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