Pressemitteilung: Kutschpferd Berry endlich auf Hof Huppenhardt eingetroffen

Berry als KutschpferdFast drei Jahre kämpften Tierschützer für die Freiheit eines tschechischen Kutschpferdes. Am 20.4.2016 traf der mittlerweile neun Jahre alte Wallach Berry auf Hof Huppenhardt ein. Der Europäische Tier- und Naturschutz (ETN) hatte bereits vor Jahren zugesagt, das geschwächte und kranke Tier aufzunehmen. Erst als die Besitzerin jetzt kein Geld mehr mit ihm verdienen konnte, willigte sie in den Verkauf des Pferdes ein. Nun kann Berry wahrscheinlich erstmals grüne Wiese unter seinen Hufen genießen.

Oft zwölf Stunden am Tag musste Kaltblut Berry die Kutsche mit den Touristen durch Karlovy Vary ziehen. Bei jedem Wetter. Wenn Feste in der Stadt waren, konnten es auch schnell bis zu 20 Stunden werden. Das Kopfsteinpflaster ruinierte seine Gelenke. „Die Tierschützer beobachteten, wie Berry von Jahr zu Jahr schwächer wurde, ihn das Ziehen der Kutsche mehr und mehr Kraft kostete und er offensichtlich Schmerzen hatte“, berichtet Julia Vasbender, Biologin beim ETN. Die wenigen arbeitsfreien Stunden verbrachte er in einem heruntergekommenen Stall ohne Auslauf.

Immer wieder baten tierliebe Touristen seine Halterin, Berry die Freiheit zu schenken. Erst als sie jetzt nur noch eine Lizenz für den Arbeitseinsatz ihrer acht Pferde erhielt, lenkte sie ein: Sie erkannte, dass sie mit Berry nicht mehr lange Geld verdienen könnte. Den Verkauf von Berry an einen Zirkus in Bulgarien oder Rumänien konnte eine Tierschützerin ebenso abwenden wie den Verkauf an den Metzger. Stattdessen konnte sie Berry endlich freikaufen.

DSC03216Der stattliche Riese mit dem Gemüt eines Welpen wird auf Hof Huppenhardt jetzt erst einmal gründlich tierärztlich untersucht. Danach kann er sein neues Zuhause erkunden und seinen Lebensabend auf der Wiese genießen. „Durch die Spenden tierlieber Menschen können wir Berry auf Hof Huppenhardt eine gute Bleibe ermöglichen“, dankt Horst Giesen, Präsident des ETN, den Spendern. „Und natürlich freuen wir uns, wenn auch Berry bald die Herzen tierlieber Menschen erobert und Paten findet.“ Zugleich appelliert er: „Nicht nur im Ausland, auch in Deutschland werden Pferde immer noch zu Kutschfahrten eingesetzt. Vor allem in Städten bedeutet dies eine enorme Belastung und Stress für die Tiere. Unterstützen Sie daher diese Form des Geschäfts mit Pferden nicht, sondern gehen sie lieber zu Fuß oder erkunden Sie die Stadt mit dem Fahrrad oder Bus.“

 

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