Endstation Schlachthof - das subventionierte Geschäft mit den Fohlen

Eine trügerische Bauernhofidylle auf Kosten der Tiere

BildRückseiteJedes Frühjahr werden im Alpenraum, wie im österreichischen Maishofen und Umgebung bei privaten Züchtern und Bauern Haflinger- und Norikerfohlen geboren. Diese Fohlenzucht ist Tradition und auch Prestige. Zudem erfreuen die niedlichen Fohlen auch noch im Sommer die Urlauber. Für viele gehören sie einfach zum Bild der Alpenidylle und passen perfekt zur Vorstellung kleinbäuerlicher Landwirtschaft in den Bergen. Vielen Urlaubsgästen ist jedoch leider nicht bewusst, was mit den Fohlen passiert, wenn sie im Herbst als Attraktion ausgedient haben. Denn kaum ein Tier bleibt auf dem Hof, wo es geboren wurde, weil der Unterhalt im Herbst und Winter für die Landwirte zu teuer wird. 

Auktionen- Entscheidungen über Leben und Tod

BildSeite3Um Platz für neuen Nachwuchs zu schaffen, werden die Tiere auf Auktionen an Privatpersonen und Züchter versteigert, doch es gibt immer wesentlich mehr Tiere als Käufer. Insbesondere die schwere Kaltblutrasse der Noriker hat sich als Reitpferd noch nicht durchgesetzt, sodass nur wenige Freizeitreiter Interesse an diesen Pferden haben. Züchterersteigern dazu nur Tiere, die den strengen Rassestandardsentsprechen. So werden lediglich 4 % der männlichen Norikerfohlen als Zucht- oder Reitpferde genutzt, für 96 % derTiere findet sich kein Abnehmer. 

Endstation Schlachthof

BildSeite4obenDer Weg führt dann von den Auktionshallen direkt zum Schlachthof. Gerade einmal 6 Monate alt, werden die Haflinger- und Norikerfohlen auf den Auktionen von ihren Müttern getrennt und unter Stress und Panik in die Anhänger der Viehhändlerverladen. Viele der Schlachtbetriebe liegen in Italien oder Belgien, die Tiere müssen also nach dem Stress der Auktion auch noch einen stundenlangen Transport ertragen. In Italien werden die Tiere dann in Anbindehaltung gemästet. Das bedeutet monatelanges, regungsloses Stehen ohne Sozialkontakte zu anderen Pferden, bis das Schlachtgewichterreicht ist.

Schlachtfohlen gefördert durch die EU

Eine klare Folge der Überschussproduktion von Haflingernund Norikern in Deutschland und Österreich. Die brutale Praxis der „Produktion“ von Schlachtfohlen wird in Österreich indirekt durch EU-Gelder und damit durch Steuern gefördert. Denn das Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft (ÖPUL) fördert die Erhaltung gefährdeter Nutztierrassen. Dazu zählen auch die Noriker. Unterstützt wird dieses Programm durch EU-Subventionen, beispielsweise aus dem Regionalentwicklungsfond.

Die meisten der Fohlen jedoch werden getötet und zu Wurst verarbeitet. Die Steuermittel dienen also nicht dem Erhalt der Rasse, sondern der „Produktion“ von Schlachtfohlen.  

Was ist zu tun?

Die Rettung von Tieren, die niemand mehr haben will, hat Tradition beim ETN. Meist handelt es sich dabei um alte, ausgediente Reitpferde, doch auch jungen Schlachtfohlen von den Auktionen im Salzburger Land kann regelmäßig geholfen werden.Diese Tiere vermitteln wir in gute, liebevolle Hände. So ermöglichen wir todgeweihten Fohlen ein neues Leben!

Doch nur einige wenige Fohlen freikaufen reicht nicht – wir möchten die Öffentlichkeit und besonders die Urlauber des Salzburger Landes über die Hintergründe der Fohlenauktionen informieren. Deshalb werden wir im Oktober direkt bei der größten Fohlenauktion in Maishofen vor Ort sein.

Außerdem habe wir eine Petition gegen die subventionierte Überschussproduktion von Schlachtpferden gestartet. Bitte unterstützen Sie uns mit Ihrer Unterschrift, diesem Missstand ein Ende zu setzen: https://www.change.org/p/andr%C3%A4-rupprechter-keine-subventionen-f%C3%BCr-die-produktion-von-fohlen-f%C3%BCr-den-schlachthof

Auch auf Hof Huppenhardt zeigen wir unseren Besuchern anschließend nicht nur die niedlichen geretteten Fohlen, sondern erklären, welches Schicksal diese Tiere in den Schlachthöfen Italiens erwartet hätte.

 

 

Mitglied werden

 

Spenden

 

Patenschaft übernehmen

respektiere 02 2017

Wahlprüfsteine 2017

kreuz

Antworten der Parteien zu Tierschutzfragen

Wie stehen die Parteien zu einzelnen Tierschutzthemen?

Positionen der Parteien zur Bundestagswahl lesen Sie hier

 

itz-logo

Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Benutzung dieser Seite stimmen Sie dem zu.

Lesen Sie unsere Datenschutzbestimmungen hier

einverstanden